
So verbrachten sie ihre ersten Lebensjahre während des zweiten Weltkriegs in Bielefeld.
Ihr Vater verließ sie bei Kriegsende im Alter von dreiundzwanzig Jahren. Er verkaufte den alliierten Truppen seinen selbstgebrannten Wachholderschnaps, den diese nicht allzu gut vertrugen. Er wurde von einem amerikanischen Soldaten namens "Busch" verdächtigt, eine chemische Waffe einsetzen zu wollen - und in der Hitze des Streits versehentlich von einem amerikanischen Panzer überfahren, dessen Fahrer er kurz vorher mit Wachholder versorgt hatte ...
Als ihre Mutter - selbst erst zweiundzwanzig - vom Tode ihres Mannes erfuhr, wurde sie ohnmächtig. Das war fatal, denn sie schwamm gerade in der Lippe.
So verloren die Bratenkötter innerhalb weniger Stunden beide Eltern.
Da sie sich für das harte Schicksal der Waisenkinder verantwortlich fühlten, brachten die Soldaten die kleinen Bratenkötters zu den unterschiedlichsten Pflegefamilien.
Und so kam es, dass die sieben Gebrüder Bratenkötter (und ihre Halbschwester Steffi - aber das ist eine andere Geschichte) getrennt voneinander aufwuchsen und sich erst viele Jahre später durch die gemeinsame Liebe zur Musik wieder fanden ...






